Kalkschulter - warum ausgerechnet ich?

Dr. Hirt

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Bei der sogenannten Kalkschulter (auch Tendinosis calcarea oder Tendinitis calcarea genannt) handelt es sich um eine chronische Entzündung der Rotatorenmanschettensehnen. Schmerzauslöser ist ein Depot aus Calcium-Salzen, das sich zwischen den Sehnen-Blättern der Rotatorenmanschette bildet.

Häufig findet sich als eigentliche Ursache eine anlagebedingte Verengung des Sehnengleitraumes unter dem Schulterdach (Impingement). Im Bereich des reibungsbedingten Entzündungsherdes lagert der Körper Kalksubstanz ein, die in der Folge zu den typischen Kalkschulterbeschwerden führt.

Am weitaus häufigsten ist dabei die Supraspinatussehne betroffen. Ernährungsfaktoren scheinen keine wesentliche Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankung zu spielen. Die wissenschaftliche Erforschung der Ursachen des Kalkschulterproblems konnten bisher keine endgültige Erklärung liefern. Man geht davon aus, dass vor allem genetische Faktoren im Sinne einer Besonderheit des Sehnenstoffwechsels die Wahrscheinlichkeit erhöhen, von einer Kalkschulter betroffen zu werden. Dazu addieren sich nach meiner Erfahrung ungünstige Begleitumstände wie Rauchen, Stress, einseitige Ernährung, Arbeitsbelastungen und Übersäuerung. Diese Faktoren sind jedoch bisher wissenschaftlich nicht eindeutig belegt worden. Insofern ist die eingangs aufgeworfene Frage letztlich (noch) nicht abschließend zu beantworten.

 

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