Mobility Training

 

Zunächst zum Begriff „Mobility“. Hierbei handelt es sich um einen englischen Begriff. Dieser lässt sich aber leider nicht so einfach 1:1 mit dem deutschen Begriff Mobilität übersetzen. Beide Begriffe haben in unterschiedlichem Kontext (geographisch, physikalisch, baulich) auch unterschiedliche Bedeutungen. Im Kontext der Trainingswissenschaft lässt sich „Mobility“ am ehesten mit dem Begriff „Beweglichkeit“ übersetzen.

 

Hier zwei Beispiele für die Definition des Begriffs Beweglichkeit:

„Die Beweglichkeit wird sportmotorisch definiert als die Fähigkeit, Bewegungen mit der erforderlichen Schwingungsweite ausführen zu können. Aus funktionell-anatomischer Sicht liegen ihr die Gelenkigkeit und die Dehnfähigkeit zu Grunde.“ (Hohmann | Lames | Letzelter, 2014)

 

„Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen willkürlich und gezielt mit der erforderlichen bzw. optimalen Schwingungsweite der beteiligten Gelenke ausführen zu können.“ (Martin et al, 2001)

Für mich ergibt sich hieraus folgende Formel:

Beweglichkeit = Mobilität (Gelenkigkeit) + Flexibilität (Dehnfähigkeit) 

 

Ein dritter wichtiger Punkt/Kriterium ist natürlich auch die neuronale Ansteuerung, welche nicht vergessen werden darf.

Somit lässt sich sagen das die Beweglichkeit physisch betrachtet primär von Mobilität (Zustand der Gelenke = Hardware) und Flexibilität (Zustand der weichen Strukturen = Software) ist. Wenn also auf der einen Seite Muskeln, Bindegewebe und Haut ihre volle Flexibilität (Dehnfähigkeit, Geschmeidigkeit) besitzen und auf der anderen Seite die Gelenke frei von Krankheiten (Arthrose, Gicht), Verletzungen oder Blockaden sind, können wir von einer optimalen Beweglichkeit sprechen.

 

Für die Trainingspraxis bedeutet dies natürlich, dass ich an all diesen Faktoren arbeiten muss.